Von null auf neun Länder in einem Jahr: homie AI und HORNBACH auf der K5 2026
29. Juni 2026

Eine volle Scale-Up-Stage, 10 Uhr morgens – und alle hellwach.
Die K5 Future Retail Conference 2026 in Berlin ist der Treffpunkt für alle, die E-Commerce nicht nur diskutieren, sondern bauen. Den Auftakt auf der Scale-Up-Stage durften wir machen: Hendrik Lallensack von homie AI, gemeinsam mit Christina Dausch und Lennart Szadorf von HORNBACH. Kein Trend-Vortrag, keine Folien voller Buzzwords – sondern ein ehrlicher Blick in den Maschinenraum eines Rollouts, der in zwölf Monaten von einem ersten Piloten zur flächendeckenden KI-Beratung in neun Ländern wurde.
Nur noch ein Schritt
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Warum überhaupt KI im Baumarkt? Drei Engpässe, eine Lücke.
Die Ausgangslage kennt jeder große Händler: Der Fachkräftemangel trifft die Fläche, hochqualifizierte Beratung wird knapper, und gleichzeitig wächst das Sortiment unaufhörlich. HORNBACH betreibt zusätzlich einen Marktplatz, über den wöchentlich und monatlich zahlreiche neue Produkte ins Sortiment kommen – jedes davon will fachgerecht beauskunftet werden.
Dazu kommt die Erwartung der Kunden: Beratung soll nicht mehr nur zu Öffnungszeiten verfügbar sein, sondern rund um die Uhr. Wer sonntagmorgens auf der Terrasse sein nächstes Projekt plant, will seine Frage sofort beantwortet bekommen – nicht erst am Montag im Markt.
Foto: Vincenzo Alex
Die Lösung: ein Berater, der überall derselbe ist.
HORNBACH verfolgt eine Interconnected-Retail-Strategie – Beratung, die kanalübergreifend funktioniert. Genau hier setzt der gemeinsam entwickelte „Macher-Assistent“ an: im Online-Shop, in der App, über QR-Code am Regal und an den Kunden-PCs im Markt. Überall dasselbe Erlebnis, dieselbe Antwortqualität.
Das Spannende dabei: Die wertvollsten Fragen sind oft die banalsten. Wo finde ich das Produkt, habt ihr es vorrätig, ist es für mein Projekt geeignet – genau diese Fragen binden im Alltag die meisten Kapazitäten. Werden sie im Selfservice beantwortet, gewinnen die Fachberater Zeit für das, was wirklich Beratung braucht: die komplette Badsanierung statt der Frage nach dem richtigen Regal.
Was steckt eigentlich dahinter? Kein Wiki.
Eine der ersten Fragen aus dem Publikum ging direkt in die Technik: Welche Datenquellen hängen da dran? Die Antwort macht den Unterschied deutlich. Ein KI-Berater dieser Art ist kein Wiki, das ein paar Textbausteine ausspielt. Dahinter steckt das gesamte Sortiment inklusive Preise und Bestände, bei stationären Märkten alle marktbezogenen Informationen, dazu die komplette Service-Welt eines Händlers. Kurz: alles, was der beste Mitarbeiter im Markt auch wüsste.
Der eigentliche Erfolgsfaktor: der Mensch, nicht die Maschine.
Wer glaubt, ein KI-Rollout sei ein reines Tech-Projekt, unterschätzt den entscheidenden Teil. Ein Rollout ist nicht dasselbe wie flächendeckende Nutzung. Was bei HORNBACH den Unterschied gemacht hat: die Fachberater von Anfang an mitzunehmen, Feedback einzuholen und Ängste ernst zu nehmen.
Im Pilotprojekt waren Christina und Lennart genau dafür viel auf der Fläche unterwegs – in den Märkten, im direkten Gespräch mit Fachberatern, die seit Jahrzehnten im Handel sind. Diese erfahrenen Kollegen davon zu überzeugen, dass die homie KI wirklich etwas kann, war die eigentliche Challenge – und das Fundament für alles Weitere. Die Botschaft an die Belegschaft war dabei immer dieselbe: Die KI ersetzt niemanden. Sie nimmt Routinefragen ab, damit Zeit für die komplexe Beratung bleibt.
Foto: Vincenzo Alex
Vom Piloten zum europaweiten Rollout: die Zahlen.
Gestartet ist HORNBACH mit einem schlanken MVP in 15 Märkten, um erste Erkenntnisse zu sammeln. Heute ist der Macher-Assistent in neun Ländern live: Deutschland, Schweiz, Österreich, Luxemburg, Niederlande, Tschechien, Slowakei, Rumänien und Schweden.
Und die Wirkung über alle homie-Kunden hinweg ist messbar: +30 % Conversion Rate in Sessions mit aktiver KI-Beratung, –25 % Support-Tickets in Peak-Zeiten durch beantwortete Verfügbarkeits- und Standortfragen und nachweislich höhere Warenkörbe, belegt über A/B-Testing und Google Analytics.
Aus Gesprächen wird Wissen.
Der nächste Schritt ist bereits sichtbar. Aus hunderttausenden Gesprächen in wenigen Monaten entsteht eine Datengrundlage, die weit über die einzelne Beratung hinausgeht. Wo hakt es im Checkout? Wird nach etwas gefragt, das gerade nicht verfügbar ist? Welche Sortimentstrends kündigen sich an – etwa das anlaufende Kamingeschäft Richtung Herbst? Solche Muster lassen sich aus den Chat-Verläufen ablesen und in echte Business-Entscheidungen übersetzen.
Fazit: Mut, Ausdauer – und Qualität, die überzeugt.
Die K5 2026 hat eines bestätigt: Die Branche ist vom Ausprobieren ins Anwenden gewechselt. Der Talk mit HORNBACH zeigt, wie das in der Praxis aussieht – nicht als Vision, sondern als Rollout, der in einem Jahr neun Länder erreicht hat. Dass der Konzern dabei im ersten Quartal 2026 europaweit weiter gewachsen ist, zeigt, in welchem Umfeld solche Projekte heute stattfinden. Am Ende ist es die Qualität, die sich durchsetzt.
Danke an Christina Dausch und Lennart Szadorf für die gemeinsame Bühne – und an alle, die nach dem Vortrag mitgedacht und gefragt haben. Die Zukunft von Beratung und Verkauf ist jetzt.
Hier Aftermovie von homie AI auf der K5 anschauen!